Auf Verbrecherjagd
Die Dokureihe erzählt die Geschichte einiger der aufsehenerregendsten Fälle der britischen Kriminalgeschichte. Aus der Perspektive von Tätern und Opfern werden die letzten Tage der Taten detailliert nachgestellt.

Auf Verbrecherjagd - Blind für die Wahrheit
London, 23. November 2016. Der 40-jährige Stephen Port wird wegen des Mordes an vier jungen Männern verurteilt, deren Leichen man in den Straßen von Barking im Osten Londons gefunden hatte. Zwei der Opfer waren innerhalb weniger Wochen in der gleichen Position auf demselben Kirchhof gefunden worden. Und doch wurde aufgrund einer ganzen Reihe von Ermittlungsfehlern kein Zusammenhang zwischen den Morden hergestellt und der Serienkiller konnte weiter morden. Ein Fall von institutioneller Homophobie? Port hatte junge Männer auf schwulen Datingseiten kennengelernt, seine Opfer mit einer tödlichen Dosis GHB ermordet, und dann ihre Leichen entsorgt. Die aufwühlende Dokumentation zeichnet den Fall des Serienmörders nach, der ganz Großbritannien erschütterte und lässt ehemalige Ermittler ebenso zu Wort kommen wie die Angehörigen der Opfer, dank deren Hartnäckigkeit der Polizei schließlich der Durchbruch und die Verhaftung Ports gelang.

Auf Verbrecherjagd - Missbrauchtes Vertrauen
Gegen Ende des Jahres 2006 hält eine grauenhafte Mordserie die englische Grafschaft Suffolk in Atem. Innerhalb eines Monats werden in der Nähe von Ipswich fünf Frauen erwürgt und unbekleidet aufgefunden. Alle Opfer waren drogenabhängige Prostituierte und galten schon länger als vermisst. Auf den Straßen macht sich Angst vor dem „Würger von Suffolk“ breit, Polizei und Sozialdienste verstärken ihren Einsatz, das Medieninteresse ist gewaltig. Dann meldet sich ein Mann bei einer Boulevardzeitung, der alle Opfer gekannt haben will und behauptet, kein Alibi zu haben. Er wird vorübergehend festgenommen, aber freigelassen, als sich der Fokus der Ermittler auf den Gabelstaplerfahrer Steven Wright richtet, der schließlich anhand von DNA-Spuren nach einem Indizienprozess zu einer lebenslangen Haft verurteilt wird.

Auf Verbrecherjagd - Streit unter Geschwistern
Im März 2012 verschwindet die britische Schauspielerin Gemma McCluskie, bekannt aus der Fernsehserie „EastEnders“, spurlos aus der Wohnung, die sie sich mit ihrem Bruder Tony teilt. Weiträumige Suchaktionen bleiben erfolglos. In einem Kanal wird 5 Tage später in einem Koffer der kopflose Torso einer Frau gefunden. Ermittlungen ergeben, dass es sich dabei um Gemma McCluskie handelt. Der Tat verdächtigt wird ihr Bruder, mit dem sie sich häufig gestritten haben soll und der eine schwere Cannabisabhängigkeit entwickelt hat. Dieser gibt an, sich an nichts erinnern zu können, doch Bilder einer Überwachungskamera lassen erhebliche Zweifel an seinen Aussagen aufkommen. Hat er tatsächlich seine eigene Schwester ermordet?

Auf Verbrecherjagd - Der Pfleger von Stepping Hill
Am Stepping Hill Hospital im englischen Stockport werden Krankenschwestern auf Patienten mit erheblich erhöhtem Blutzuckerspiegel aufmerksam. Wie sich herausstellt, wurden etliche Infusionsbeutel manipuliert und mit einer potentiell tödlichen Menge Insulin versetzt. Fünf Tode werden zunächst mit diesen Geschehnissen in Verbindung gebracht; Polizei und Krankenhausverwaltung versuchen verzweifelt, den Täter ausfindig zu machen, während der Alltagsbetrieb des Krankenhauses weiterläuft. Dann wird eine 27-jährige Krankenschwester verhaftet und angeklagt, die Vorwürfe werden jedoch schon bald fallengelassen und der Krankenschwester gekündigt. Ein weiterer Patient stirbt nach ihrer Entlassung und der Verdacht fällt nun auf den Krankenpfleger Victorino Chua. Manipulation der Krankenakten, Unregelmäßigkeiten bei der Anerkennung seiner Ausbildung und Auffälligkeiten bezüglich der Dienstpläne: die Polizeibeamten sind überzeugt, denjenigen gefunden zu haben, der das körperliche Wohl dutzender Patienten gefährdet und den Tod etlicher verursacht zu haben.

Auf Verbrecherjagd - Polizistenmord in Manchester
Der Abend des 22. Mai 2017, kurz nach halb elf. In der Manchester Arena hat die amerikanische Sängerin Ariana Grande gerade ein Konzert vor 14.200 begeisterten Fans beendet, als ein Selbstmordattentäter eine Bombe zündet. 22 Menschen sterben. Der Großteil des Publikums besteht aus jungen Mädchen, Teenagern und Kindern. Die Dokumentation "Die Terrornacht von Manchester" lässt einige der Betroffenen zu Wort kommen. Zum Beispiel Lesley Callander, deren 18-jährige Tochter Georgina bei dem Attentat getötet wurde. Sie beschreibt die schreckliche Suche nach ihrer Tochter inmitten all der Toten und Verletzten in der Manchester Arena und den Moment, als sie im Krankenhaus starb. Oder Kim Dick, die während der Suchen nach ihrer Tochter und Enkeltochter, die das Konzert besucht hatten, zwei verletzten Mädchen geholfen hat. Der Taxifahrer AJ Singh, der sofort zur Arena gefahren ist um zu helfen, nachdem er gehört hatte was passiert war. Er fuhr verstörte Angehörige zum Krankenhaus und organisierte Essen und Wasser. Und der Notfallmediziner Stephen Hawes, der bisher nur während seines Einsatzes in Afghanistan Verletzungen gesehen hatte, wie sie die Opfer des Bombenattentats davongetragen haben. Ihr aller Leben hat sich an diesem Abend für immer verändert.
